Arbeitswelt

Interviewt - Metsä Tissue

Jan Schneider und Christoph Zeiler

Chefs und Azubis im Gespräch: "Papier verbindet auf wunderbare Weise Handwerk und Industrie"


© Metsä Tissue

PAPIER IST FÜR MICH …

ZEILER: … ein nachhaltig gefertigtes Material mit Zukunft.

SCHNEIDER: … ein Rohstoff, der permanent benötigt wird, der oft wiederverwendet werden kann und jederzeit eine Zukunft haben wird.

WAS TREIBT SIE IN IHREM BERUF AN?

Z: Die Papierindustrie hat es über Jahrzehnte immer wieder geschafft, sich selbst neu zu erfinden und sich neuen Herausforderungen erfolgreich zu stellen. Dies auch für die Zukunft zu sichern und daran mitzuwirken, motiviert mich jeden Tag neu. Die Metsä Group hält die gesamte Wertschöpfungskette, vomWald bis hin zum Produkt für den Endverbraucher, in Händen. Teil davon zu sein eröffnet viele Möglichkeiten, Forstmanagement, Holzprodukte, Zellstoff, Verpackungskartonagen, Tissue- oder fettdichte Papier-Produkte nachhaltig und umweltgerecht zu entwickeln, zu produzieren und zu vermarkten.

S: Ich möchte mich ständig verbessern und mehr über meinen eigenen Beruf lernen, so zum Beispiel wie man Maschinen besser und effizienter laufen lassen kann.

Christoph Zeiler Senior Vice President Metsä Group Corporate Affairs Deutschland und EU, Vorstandsmitglied der Verbände DIE PAPIERINDUSTRIE und VAP sowie des European Tissue Symposium ETS. © Metsae Tissue

WIE SIND SIE AN IHRE AUFGABEIN DER PAPIERINDUSTRIE GEKOMMEN?

Z: Wie bei vielen anderen Mitarbeitern der Papierindustrie stehe ich in einer Reihe von Familienmitgliedern, die in der Papierindustrie bereits tätig waren, in meinem Fall im Metsä Tissue Werk in Raubach gearbeitet haben. Mein Vater war dort Werkführer und hat einen der ersten Meisterausbildungskurse in Gernsbach besucht. Auch hat er meine Mutter dort vor ca. 70 Jahren kennengelernt. Insofern lag es nahe, auch eine Karriere in dieser Richtung zu beginnen. Die Halstrick Gruppe und später Metsä Group haben mich während meiner gesamten Zeit im Unternehmen stets unterstützt und konnten mir zu jedem Zeitpunkt der Karriere eine herausfordernde Tätigkeit, bis hin zur Führung von internationalen Geschäftsfeldern oder als Geschäftsführer bieten. Heute nutze ich die langjährige Erfahrung in erster Linie als Metsä Group Ansprechpartner für die politischen Entscheider in Deutschland und der EU.

S: Ich kam aufgrund von Empfehlungen zu Metsä Tissue. Hier hat man mir aus den vielen Ausbildungsfeldern den Papiertechnologen empfohlen. Viele von den anderen Auszubildenden sind ebenfalls aufgrund von Empfehlungen zu Metsä Tissue gekommen.

WIE SEHEN SIE DIE ZUKUNFT DER PAPIERINDUSTRIE?

Z: Die Papierindustrie ist bereits heute Vorreiter in Sachen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit. Unsere Rohstoffe entspringen nachhaltig bewirtschafteten Wäldern, der Lebenszyklus von Produkten wird bereits in der Entwicklungsphase berücksichtigt, der Energieverbrauch wird stetig gesenkt und die Effizienz erhöht. Insofern ist die Ausgangsposition für eine gute Zukunft gegeben. Der fortschreitende Klimawandel wird auch die Papierindustrie weiter fordern, ihren ökologischen Fußabdruck zu verringern. Aus eigener Erfahrung weiß ich, dass Metsä Group, aber auch alle anderen Unternehmen hierzu ihre Pläne bereits in der Schublade bzw. auch in der Umsetzung haben. Diese werden auch stetig an das sich schnell verändernde Umfeld angepasst und weiterentwickelt.

S: Meiner Meinung nach hat die Papierindustrie eine gute Zukunft vor sich. Verpackungspapiere, Spezialpapiere werden weiterhin und vor allem Hygienepapiere sogar noch verstärkt gebraucht. Ich denke, dass Papier für Printmedien durch die zunehmende Digitalisierung weniger werden wird. Ich persönlich bereite mich jetzt auf meine Abschlussprüfung vor, wir haben gerade die Zwischenprüfung gehabt. In der Berufsschule fand ich die Themen Weiterverarbeitung von Zellstoff, Altpapier sowie Nachhaltigkeit besonders interessant. Für meine persönliche Zukunft wünsche ich mir, dass ich nach meiner Ausbildung bei Metsä Tissue bleiben kann und zunächst als Papiermaschinen-Gehilfe und später als Maschinenführer arbeiten darf. Im Idealfall wäre eine Meisterausbildung möglich. Bei Metsä Tissue stehen mir alle Wege offen. Ich habe keine Gedanken daran, das Unternehmen zu verlassen.

WARUM WÜRDEN SIE JEMANDEM EMPFEHLEN, IN DER PAPIERINDUSTRIE ZU ARBEITEN?

Z: Die Papierindustrie bietet eine Vielzahl an Möglichkeiten, eine individuelle Karriere zu starten. Wie schon erwähnt, stellt sich die Papierindustrie immer wieder den neuen Herausforderungen und wird interessierten jungen und erfahrenen Menschen die Möglichkeit bieten, sich zu entfalten, sei es in der Produktion, der Verwaltung oder in der Entwicklung.

S: Die Papierindustrie hat Zukunft. Sicherheit hat bei Metsä Tissue oberste Priorität. Die Automation hat bei der Papiermacherei ihre Grenzen. Hier ist nach wie vor Handwerk gefordert. Ein Papiertechnologe wird auch in Zukunft benötigt, denn Fachwissen und Erfahrung sind bei der täglichen Arbeit wichtig. Meine Ausbildung macht mir Spaß. Ich bin im August 18 geworden und habe gerade mit der Schichtarbeit begonnen. Während den Freiblöcken kann ich Dinge unternehmen und Termine vereinbaren, die mir sonst nicht möglich wären.  – gag