Arbeitswelt

Interviewt - Mitsubishi HiTec Paper

Linus Dittrich und Dr. Martin Schreer

Chefs und Azubis im Gespräch: "Wer die Welt verändern will, ist bei uns genau richtig."

 


Linus Dittrich, Azubi Papiertechnologe und Dr. Martin Schreer, Geschäftsführer Mitsubishi HiTec Paper © Mitsubishi HiTec Paper

PAPIER IST FÜR MICH …

SCHREER: … Zukunft. Gerade im Hinblick auf den Erhalt einer lebenswerten Umwelt nimmt die Papierindustrie eine Schlüsselrolle ein. Die Entwicklung nachhaltiger Papierprodukte und die Fokussierung auf effiziente und energiesparende Produktionsprozesse sind wesentliche Beiträge zum steigenden Umweltbewusstsein und zum Schutz unserer Umwelt. In dieser Hinsicht bieten wir mit barricote® zum Beispiel voll rezyklierbare Barrierepapiere für nachhaltige Verpackungslösungen.

DITTRICH: … ein alltägliches und für unseren Lebensstandard essenzielles Erzeugnis, für dessen Herstellung ein Höchstmaß an Fachkompetenz, Effizienz und konstante Weiterentwicklung nötig ist.

© Mitsubishi HiTec Paper

WAS TREIBT SIE IN IHREM BERUF AN?

S: Jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Das war auch schon vor Corona so – jetzt ist es aber noch ungleich anspruchsvoller geworden. Die Pandemie hat nicht nur die internen Abläufe verändert – auch die Märkte, ob Beschaffungs- oder Absatzmärkte, sind extrem betroffen. Die Wertschöpfungskette aufrecht zu erhalten, um die Qualitätsansprüche unserer Kunden auch weiterhin erfüllen zu können, ist momentan mein wichtigstes Ziel.

D: Papier ist ein Erzeugnis, welches aus natürlichen Rohstoffen gewonnen wird und sehr gut recyclebar ist. Die meisten Papiere sind zudem biologisch abbaubar und somit sehr umweltverträglich. Kaum ein anderes Erzeugnis in unserem Alltag kann bei so vielen Anwendungsmöglichkeiten so ökologisch nachhaltig genutzt werden. Eine Aussicht auf eine Zukunft, in der die zahlreichen Herausforderungen unserer Zeit durch ein Jahrhunderte altes Handwerk, das sich stetig weiterentwickelt, gelöst werden können, ist eine Vision, der ich voller Überzeugung meine Zeit, Energie und Aufmerksamkeit widme und an dessen Umsetzung ich gerne teilhabe.

WIE SIND SIE AN IHRE AUFGABE IN DER PAPIERINDUSTRIE GEKOMMEN?

S: Eher durch Zufall. Nach Abschluss meines Chemiestudiums in Münster habe ich meine erste Anstellung im Bereich der Forschung und Entwicklung in einem Unternehmen der Papier verarbeitenden Industrie gefunden. Meine Aufgabe bestand darin, neue Beschichtungen für die unterschiedlichsten Registriermaterialien zu entwickeln. Schon damals hat mich der Werkstoff Papier und seine vielseitigen Entwicklungsmöglichkeiten fasziniert. Diese Faszination hat mich dann nicht mehr losgelassen und mich in meinen weiteren beruflichen Werdegang, der mich in verschiedene Unternehmen der Papierherstellung und Verarbeitung geführt hat, weiter begleitet.

D: Auf der Suche nach einem geeigneten Beruf habe ich mich mit den Unternehmen in der Umgebung befasst und mich in meinem Freundeskreis umgehört. Zufällig kam ich durch einen guten Freund auf mein Ausbildungsunternehmen, in derselben Zeit, in der wir mit der Schule eine Besichtigung des Betriebes unternahmen. Ich bekam einen Einblick in die Papiererzeugung und die damit verbundenen Prozesse, wodurch mein Interesse geweckt wurde.

WIE SEHEN SIE DIE ZUKUNFT DER PAPIERINDUSTRIE?

S: Wie in jeder anderen Branche auch ist es notwendig, die Zeichen der Zeit frühzeitig zu erkennen und schnellstmöglich darauf zu reagieren. Die Papierindustrie ist auf dem besten Weg, denkt man an die aktuellen Entwicklungen z. B. im Bereich der Verpackungen (Barrierepapiere, Kartonagen etc.). Papierprodukte zu entwickeln, die neben einer anspruchsvollen Funktion auch recyclingfähig sind und dadurch Rohstoffe schonen und die Umwelt entlasten – das ist die Zukunft. Vor diesem Hintergrund beteiligen wir uns mit großem Engagement am Zukunftsprojekt »Modellfabrik Papier«.

D: Die Papierindustrie ist weltweit eine äußerst vielfältige und wandelbare Industrie. Täglich werden technische Fortschritte erzielt und neue Wege gefunden, effizient und nachhaltig zu produzieren.Sich hierbei auf die Bedürfnisse des Marktes einzustellen ist und war schon immer ein wichtiger Teil der Entwicklung. Im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung bin ich davon überzeugt, dass der Versandhandel einen äußerst positiven Einfluss auf den Markt der Verpackungspapiere haben wird.

WARUM WÜRDEN SIE JEMANDEM EMPFEHLEN, IN DER PAPIERINDUSTRIE ZU ARBEITEN?

S: Die Papierindustrie setzt mehr denn je auf Vielseitigkeit, Innovativität und Kreativität. Die Anforderungen an den Rohstoff »Papier« steigen stetig. Ob bei Produkten des täglichen Bedarfs, in der Architektur, der Möbelindustrie oder als Ausdruck künstlerischen Gestaltens – Papier kennt keine Grenzen. Wer die Welt verändern will, ist bei uns genau richtig.

D: Der Beruf des Papiertechnologen kombiniert das Arbeiten mit Maschinen, Computern, natürlichen Rohstoffen und Chemikalien, um den Qualitätsstandards der Industrie gerecht zu werden. Das Arbeiten in der Papierindustrie ist äußerst vielfältig, bietet unzählige Möglichkeiten der beruflichen Entfaltung und Weiterbildung. Durch die Möglichkeiten der Weiterbildung (z B. Industriemeister oder Ingenieursstudium) ist immer Luft nach oben. Zudem ist durch die bestehenden Tarifverträge ein sicheres und faires Arbeiten Standard. - gag